Wenn das Fahrrad in die Klinik muss

Wenn das Fahrrad in die Klinik muss

Als ich ein Kind war, brachte der Frühling immer etwas mit sich, was ich damals so als mittelcool empfand: Die Velopflege-Session mit meinem Papa.

Ich lernte bereits früh, Fahrrad zu fahren, denn ich komme aus einer absoluten Velofamilie. Wir fuhren mit dem Velo zum Wocheneinkauf, an den Bahnhof, ins Freibad und im Sommer entdeckten wir die Schweiz auf zwei Rädern.

Deshalb war es meinem Papa auch wichtig, dass mein Fahrrad immer im besten Zustand ist, was eben auch bedeutete, dass es im Frühjahr wieder hergerichtet werden musste. Nun ja, Kinder putzen halt meist aus Prinzip nicht so gerne, aber rückblickend sind es dennoch schöne Erinnerungen.

Auch heute rechne ich die Distanzen eher in Fahrrad-Minuten, als in Auto-oder Gehzeit. Meine beiden Velos sind meine treusten Begleiter, was in einer Stadt wie Zürich auch durchaus Sinn macht. Nur das mit dem Pflegen und Putzen des Velos haut immer noch nicht so hin…

Deshalb habe ich sofort zugesagt, als eine Einladung der Veloklinik ins Haus flatterte. Ein paar Tage später schnappe ich meinen Drahtesel, und fahre mit ihm nach Zürich-Altstetten, um einen erste Hilfe-Kurs für mein Fahrrad zu besuchen.

Der Römer Tommaso hat den “Spital” für die Zweiräder, die Veloklinik, im letzten Jahr gegründet und kümmert sich gleich persönlich um mich und mein “Mech-Gspändli” Nadine.

Ich besuche den “Light-Kurs”, der zwei Stunden dauert und die wichtigsten Wehwehchens meines treuen Freundes auf Rädern behandelt: Pneus flicken und wechseln, die Bremsen und Gänge wieder einstellen, und natürlich immer schön putzen…hehe. Da kommt man wohl nie drum herum.

Zuerst zeigt Tommaso einen klassischen “Pneuwechel” und danach sind wir an der Reihe…. Ich muss zugeben, das erste Mal dauert es etwas, aber Übung macht ja bekanntlich die Meisterin!

Danach schauen wir uns dem “M-Check” wie die Gänge und die Bremsen genauer an und lernen, wie wir alles optimal einstellen können. Zu guter Letzt bringen wir unsere “Jolly Jumpers” noch auf Hochglanz.

Die zwei Stunden vergehen wie im Fluge, es ist extrem spannend, ungezwungen und praktisch. Natürlich hoffe ich nun, dass ich bald über ein paar Scherben fahre, damit ich alles gleich praktisch anwenden kann und nicht aus der Übung komme…hehe.

Oder ich besuche einfach bald mal den “Pro”-Kurs um meine Kenntnisse weiter zu vertiefen.

Der zweistündige Light-Kurs kostet CHF 60.-, der vierstündige Pro-Kurs CHF 230.-. Tommaso bietet auch Kinderkurse an und wer sein Velo doch lieber in Profi-Hände gibt, kann bei der Veloklinik verschiedene Service-Abos buchen.

Ein grosses Dankeschön an Tommaso für die spannenden zwei Stunden ich habe sehr viel gelernt!

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