Kleine Helden des Alltags: Das Zelt

Kleine Helden des Alltags: Das Zelt

Guten Morgen allerseits

Wenn Ihr Euch jetzt fragt, ob ich nur noch über kleine Helden des Alltags schreibe, dann kann ich Euch beruhigen. Die letzten zwei Wochen waren gerade etwas intensiv: Grippe, Arbeit, Homeflohmarkt und Grossräumaktion bei mir zu Hause, sozusagen ein Herbstputz.

Da helfen mir die kleinen Helden mit ihrer positiven Energie richtiggehend durch den aussergewöhnlichen Alltag.

Und nun zur Geschichte:

An Pfingsten bin ich mit meiner guten Freundin Nina und meinem Freund zum Zweiten Mal nach Langenfeld bei Köln an ein Wakeboardfestival gefahren: Ein langes Wochenende mit Campen, Wakeboarden und feiern stand auf dem Plan.

Ich habe zwei Zelte eingepackt. Nach einer siebenstündigen Autofahrt wollten wir unseren Campingplatz so schnell wie möglich einrichten. Zuerst stellten wir das grosse Zelt auf, danach war das kleine an der Reihe: Aber wo waren denn die Stangen? Ojeh, ich glaube, die sind in einer anderen Zelttasche zu Hause in Zürich geblieben…

Nina nahm es sportlich und meinte, sie wolle sich ohnehin ein Zelt kaufen.

Also fuhren wir ins Zentrum, machten zu erst einen Grosseinkauf an Lebensmittel und besuchten dann den Intersport. Dort gab es alles: von Skate- über Kletter- bis hin Surfequipment, nur keine Zelte. Wir fragten nach, und die Verkäufer meinten, dass Zelte leider nicht zu ihrem Sortiment gehörten. Während zehn Minuten erklärten sie uns, welche Geschäfte der Nachbargemeinden eventuell Zelte führten und wie wir dorthin gelängen. Müde und schon fast etwas entmutigt, wollten wir uns gerade auf den Weg machen, da bat uns der eine Verkäufer einen kurzen Moment zu warten.

Wir fragten uns weshalb, aber auf diese fünf Minuten kam es wirklich nicht mehr an. Wenig später kam er aus dem Lager, in der Hand ein Zelt. Wir waren völlig perplex und fragten uns, ob er zaubern könne? Wir konnten es fast nicht glauben!

Er erklärte uns, dass die Gruppe Intersport in zwei Wochen Zelte in Aktion hätten, und dass sie bei solchen Aktionen immer mitmachen müssten, auch wenn es Gegenstände seien, die gar nicht zu ihrem regulären Sortiment gehörten. Sie hätten genau dieses eine Zelt, und er würde es uns geben. Da es eine Aktion war, koste es nur 50 Euro statt 80. Wir konnten unser Glück kaum fassen.

Beschwingt fuhren wir zurück ins Camp, bauten das Zelt auf, und das perfektes Camping-Wochenende konnte beginnen.

Übrigens, als wir die Zelte am Montag wieder abbrachen, kamen die Stangen zum Vorschein, sie lagen unter dem grossen Zelt, welches wir zuerst aufgebaut hatten…

Habt Ihr auch schon so kleine, überwältigende Geschichten erlebt? Erzählt sie mir! Ich würde sie gerne in meine “Helden-Serie” integrieren.

Ich wünsche Euch eine fantastische neue Woche, voll von kleinen Wunder.

Eure Jesca Li

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