Eine Oase in der Algarve

Eine Oase in der Algarve

Ich habe schon länger nicht mehr über Reisen geschrieben, weil ich mich irgendwie immer unter Druck setzte, dass ich einen ganzen Guide mit allen Geheimtipps der Region verfassen muss. Es tut mir leid, ich kann und will das nicht.

Was ich aber kann und unbedingt will, sind Euch kleine Highlights meiner Reisen zu verraten, sei es ein süsses Hotel, eine schöne Bar, ein cooler Fashionstore oder ein empfehlenswertes Restaurant.

Heute reisen wir zusammen in die Algarve, die Region im Süden Portugals, die von der Natur her, den wilden steilen Klippen, welche die Atlantikküste säumen, an Cornwall erinnern.

Wir reisen zusammen in ein malerisches Dorf im Landesinnern, Pedralva. Hier habe ich eine wunderbar entspannte Woche in der Pension “Villa Sundays” verbracht.

Ich muss zugeben, in der Algarve ist ein Auto fast ein Muss. Von Faro sind es gut 100km, von Lissabon gute 300 Kilometer, um das 100-Seelendorf zu erreichen. Das Dorf wurde im letzten Jahrzehnt wieder liebevoll zurechtgemacht, mit einem Dorfplatz, einem Café, zwei Restaurants und sogar einem öffentlichen Bücherschrank.

Wir quartieren uns bei der Strahlefrau Pushpa ein, die zusammen mit ihrem Sohn Sunny, ihrem Mann Jorge und dem Hund Yoyo drei Gästezimmer vermietet, eben die “Villa Sundays”.

Die blitzeblanken Zimmer wurden von ihnen liebevoll umgebaut und hergerichtet. Man merkt, dass sie ganz viel Herzblut in die Renovation gesteckt haben, und wir fühlen uns sofort wohl und zu Hause.

Ich liebe den Materialmix: eine schöne Steinwand, Glaselemente, eine heimelige Holzdecke und Details wie selbstgemachte Kleiderstangen und -haken aus Holz, sowie ein original portugiesisches Bettgestell sorgen für ein Wohlfühlambiente.

Die Zimmer sind mit Haarfön, moderner Dusche, einem Kühlschrank und einem Teekocher ausgestattet, vor der Tür steht eine Kaffeemaschine, eine Grillstelle und zwei Lounges, die zum lesen, entspannen und verweilen einladen.

Da Pushpa, Jorge und Sunny leidenschaftlich gerne surfen, haben sie auch vollstes Verständnis, wenn man, wie wir, mit Surfbrettern und Wetsuits anreist.

Und zum Surfen gibt es wunderbare Spots, der nahegelegenste ist die “Praia do Amado”, ungefähr acht Autominuten entfernt.

Surfen und schwimmen im wilden Atlantik macht definitiv hungrig! Wer nicht in der “Villa Sundays” grillen mag, dem empfehle ich das Restaurant gleich nebenan, der “Sitio da Pedralva”. Das portugiesische Restaurant besticht mit einer grosszügigen Terrasse, einem modern-mediterran eingerichteten Innenbereich, exquisiter Küche und einem einfach unglaublich netten Service.

Das Essen ist ein Gaumenschmaus, alle Gerichte die wir bestellen übertreffen unsere Erwartungen und beglücken unsere Geschmacksnerven. Die Vorspeise “Camembert no forno com mel e frutos vermelhos”, also ein heisser Camembert mit Honig und Waldbeeren mussten wir jedes Mal bestellen. Eigentlich eine Vorspeise, die sich aber genau so gut als Dessert eignet.

Und die “Pêra bêbada (vinho tinto e canela)”, also die besoffene Birne hat uns so gut geschmeckt, dass uns der Kellner gleich das Rezept verraten hat.

Wenn ich auf die Woche in Pedralva zurückdenke, dann passt dieser Spruch, den ich im Restaurant “Sitio da Pedralva” entdeckt habe, perfekt. Enjoying time…for a long time!

Danke liebe Pushpa und Familie für Eure herzliche Gastfreundschaft, danke liebe Algarve, dass Du so gut zu uns warst.

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