Das perfekte Strandbild

Das perfekte Strandbild

Ja, es regnet in Strömen und wir erleben gerade einen extremen Temperatursturz, aber: Du kannst nie früh genug für das perfekte Strandbild trainieren, denn bald stehen die Herbstferien vor der Tür, der Thailandurlaub an Weihnachten und auch Sommer 2020 kommt schneller als gedacht…!

Nein, im Ernst. Wenn Du jetzt eine Anleitung von mir erwartest, wie Du dieses perfekte Bild schiessen kannst, von denen die sozialen Medien überflutet sind, dann muss ich Dich leider enttäuschen.

Denn immer wieder staune ich aufs Neue, wie all die süssen Instagrambunnies solche Bilder kreieren: die Bräune ist perfekt und nahtlos, das Makeup sitzt, die wunderschönen Beachwaves fallen lockig-flockig über die Schultern, der kitschige Sonnenuntergang sorgt für den Rest.

Wenn ich an den Strand gehe, dann immer ungeschminkt, während dem Schwimmen fallen mir oft die Linsen raus und ich laufe halb blind durch die Gegend. Wenn ich am Strand mal wieder komisch eingeschlafen bin, dann wird mein Körper von lustigen Bräunungsmuster geschmückt, und meine Haare stehen in alle Richtungen.

Als ich vor ein paar Wochen am Strand in Portugal sass, gingen mir diese Fragen einmal mehr durch den Kopf. Ich wollte ein cooles Strandbild für Instagram schiessen und musste mir eingestehen, dass es mir einfach zu mühsam ist.

Denn dann müsste ich mich am morgen ja schminken, meine Haare perfekt stylen, was dann wiederum heissen würde, dass ich bis zum Sonnenuntergang weder schwitzen (weil das Makeup dann am A…. wäre) noch baden gehen dürfte (zwecks Bewahrung der perfekten Beachwaves). Das ist aber schon ein Widerspruch in sich: nicht schwitzen und nicht baden?? Wie bitteschön soll das denn gehen? Was würde ich dann den ganzen Tag am Strand machen? Im Schatten sitzen, das könnte aber auch komische Bräunungsmuster geben, oder aber fast keine Bräune…ein richtiges Dilemma…!

Deshalb habe ich heute für Euch ein paar unvollkommene Strandbilder, Bilder, die meinen perfekten Tag am Meer reflektieren: ohne Makeup, Salz auf der Haut, und Haare, die in alle Richtungen stehen.

Damit diejenigen, die sich erhofft haben, endlich das Geheimnis dieser kitschigen Bilder zu erfahren, nicht allzu enttäuscht sind, habe ich dennoch den einen oder anderen kleinen Tipp:

Wenn Ihr mit dem Handy fotografiert, schaut, dass Ihr Euch eher in der Mitte des Bildes befindet. Die Handykamera hat einen kleinen Weitwinkel, was bedeutet, dass man auf der Seite optisch etwas in die Breite gezogen wird. Das seht Ihr auf diesem Bild wunderbar:

Wenn Ihr die Beine übereinander schlägt, wirkt Ihr schlanker, aber im Sitzen dürft Ihr das obere Bein nicht voll auf das untere abstützen, sonst quetscht es alles was nicht Muskel ist (sprich Fett, alte Haut etc.) nach rechts oder links vom Bein, und dann ist das natürlich wieder kontraproduktiv. Und am besten pointet Ihr Eure Füsse (wie im Ballett), das verlängert die Beine optisch.

Auch im Stehen wirkt ein kleiner Überkreuzungsschritt Wunder! Wenn Ihr dabei noch auf den Zehen steht, wirkt Ihr zudem länger.

Wenn Ihr liegt und die Beine leicht anwinkelt und den Bauch schön ausstreckt, erscheint plötzlich etwas Sixpack-ähnliches, wo eigentlich gar keines ist, weil er einfach schön gedehnt ist (siehe Titelbild).

Wenn Ihr Bilder von hinten schiesst, dann geht stark ins hohle Kreuz, so wirkt Eure Taille schlanker und der Po knackiger.

Zudem habe ich über alle diese Bilder einen Wärmefilter gelegt, so dass das ganze Ambiente sonniger und südlicher wirkt.

Ich weiss, die Tipps klingen alle ziemlich oberflächlich, aber achtet Euch das nächste Mal, wenn Euer Instagram-Feed wieder mal von Beachbabes überflutet wird, Ihr werdet staunen…!

In diesem Sinne wünsche ich Euch einen wunderbaren Regentag (hehe), und auf dass uns die Sonne bald wieder zulächeln werde.

Eure Jesca Li

 

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